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Bildungsurlaub: Ganzheitliches Gesundheitstraining

Ganzheitliches Gesundheitstraining

Bildungsurlaub direkt am Meer:  SYLT, Cuxhaven, Bodensee!

Das ganzheitliche Gesundheits-Training 

 

Ich biete das ganzheitliche Gesundheitstraining als Bildungsurlaub an folgenden Orten an:

 

- Insel Sylt direkt am Meer an, (buchbar über VHS Lüneburg) 1.-5.Mai 2023

- Eriskirch direkt am Bodensee (buchbar über VHS Bodenseekreis) 12.-16. Juni 2023

- Cuxhaven direkt am Meer, (buchbar über VHS Cuxhaven) 11.-15. September 2023

- Erbach im Odenwald (buchbar über VHS Erbach) 25.-29. September 2023

- Mainz (buchbar über VHS Mainz) 23.-27.Oktober 2023

 

 

Bildungsurlaub auf Sylt direkt am Meer! 1.5.-5.5.2023

Ganzheitliches körperorientiertes Gesundheitstraining 

in Sylt, Wennigstedt, Klaarstand, Strandstrasse 9

 

Anhaltender Stress zum Beispiel nach Krankheit, Unfall, Verlusterfahrung oder beruflich-familiärer Überlastung, binden unsere Lebenskräfte. Unser Nervensystem gerät dann zunehmend ins Ungleichgewicht. In Folge entstehen vielfältige  Körper Symptome wie z.B.: Zähne zusammen beißen /Zähneknirschen, Migräne, hartnäckige Muskelverspannungen, Verdauungsstörungen, schlechter Schlaf und/oder Erschöpfung. Langfristig können sich chronische Schmerz- Syndrome, Depression und/oder Burnout entwickeln.
In diesem Seminar lernen Sie, wie Sie diesen Kreislauf aus Übererregung, Angst und ständiger Symptom Bildung unterbrechen können, damit Ihr Organismus beginnen kann, sich selbst zu regulieren. Das Übungsprogramm befähigt Sie dazu, positiven Einfluss auf innere Übererregung zu nehmen. Sie lernen dabei, die Symptom bildende Stress Energie in Ihrem Körper in Lebensenergie umzuwandeln.
Nach dem Seminar werden Sie sich nicht nur besser mit Ihrer Symptomatik verstehen. Vor allem werden Sie eine praktisch anwendbare Methode haben, die Ihnen die Auflösung von Stress ermöglicht. Und Sie werden eine Fülle von Handwerkszeug mitnehmen, mit dem Sie sich in Ihrem Alltag selbst effektiv behelfen können.

Bitte im Gesundheitsbereich unter Tel: 04131-1566-113 oder
für weitere Informationen melden


 

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Datum

Uhrzeit

Ort

01.05.2023

09:00 - 16:30 Uhr

Sylt - Klaarstrand Wenningstedt, Strandstr. 9, 25996 Wenningstedt

02.05.2023

09:00 - 16:30 Uhr

Sylt - Klaarstrand Wenningstedt, Strandstr. 9, 25996 Wenningstedt

03.05.2023

09:00 - 16:30 Uhr

Sylt - Klaarstrand Wenningstedt, Strandstr. 9, 25996 Wenningstedt

04.05.2023

09:00 - 16:30 Uhr

Sylt - Klaarstrand Wenningstedt, Strandstr. 9, 25996 Wenningstedt

05.05.2023

09:00 - 16:30 Uhr

Sylt - Klaarstrand Wenningstedt, Strandstr. 9, 25996 Wenningstedt


 

 

 



Ganzheitlich bedeutet: es werden sowohl der physische Körper, der geis-
tig psychische Körper als auch der Emotionalkörper einbezogen. Ganz-
heitlich bedeutet auch, dass die Bedürfnisse lebendig und authentisch zu
sein und das Leben selbst gestalten zu können (Selbstwirksamkeit) wie
auch die spirituellen Bedürfnisse ihren Platz haben.
Das hier vorgelegte ganzheitliche Gesundheitstraining soll mit seiner prä-
ventiven und kurativen Wirksamkeit sowohl das sich schleichend entwi-
ckelnde Burnout-Syndrom verhindern, als auch körperliche, psychoso-
matische und psychische Erkrankungen reduzieren.


3 Die Wirksamkeit des Gesundheitstrainings
Das ganzheitliche Gesundheits-Training bewirkt dieselben Wirkungen
und Veränderungen wie inzwischen verbreitete „Achtsamkeits-Training",
auch MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) genannt, dessen posi-
tive Wirkung im Hinblick auf Stress-Reduktion und Stress-Prävention
durch eine große Zahl von Studien belegt ist. In zwei wesentlichen Punk-
ten geht das ganzheitliche Gesundheits-Training darüber hinaus:


• Achtsames Wahrnehmen und die im Achtsamkeitstraining angewand-
ten Übungen sind fast vollständig auf die körperlichen Empfindungen
begrenzt.

Bei der Entstehung und beim Umgang mit Stress spielen je-
doch die Gefühle,

wie die Angst vor dem Versagen, Gefühle von Hilflosigkeit, Ohnmacht

und Resignation, innerer Ärger und Groll wegen
der Überforderung etc. eine entscheidende Rolle.


4. Das Achtsamkeits-Training beschränkt sich auf die Wahrnehmung aus
einer inneren Distanz heraus.
Es ist gut, die Beobachterposition zu schu-
len, aber: die Körperempfindungen müssen nicht nur wahrgenom-
men, sondern auch gespürt werden, damit eine Wirksamkeit entsteht;
vor allem aber können Gefühle sich nur dann auflösen und den Körper
entspannen, wenn sie gefühlt werden, und nicht dadurch, dass sie aus
einer Distanz beobachtet werden.


Die Übungen des ganzheitlichen Gesundheitstrainings haben sich seit
fast 30 Jahren bewährt. Sie sind auf die physische und die emotionale Regu-
lation des Stresses gerichtet und deswegen dem Achtsamkeits-Training
überlegen. In über 60 Städten in Deutschland, Österreich und der
Schweiz gibt es bereits Bewusstheits-Gruppen, in denen Menschen unter
qualifizierter Anleitung die Übungen – an einem wöchentlichen Termin
– in der Gruppe erlernen und gemeinsam durchführen.

 


Für wen ist das Gesundheits-Training interessant?
Es ist geeignet und besonders wirkungsvoll:
1. für Menschen, die vom Burn-out-Syndrom betroffen
oder gefährdet sind
2. für Menschen, die an chronischer Depressivität oder
wiederkehrenden depressiven Phasen leiden
3. für Menschen mit psychosomatischen Störungen
4. für Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen
5. für Menschen, die unter Stress leiden
6. für Menschen mit geschwächtem Immunsystem,
wofür Stress wiederum eine wesentliche Ursache ist

 


5. Komplexes psychosomatisches Stressmodell
Das psychosomatisches Modell der Entstehung
von Stress. Das Besondere daran: es werden die somatischen
und psychischen Ursachen, Bedingungen und Wirkungen in einem Mo-
dell erfasst.

6. Äußere Situation /Anforderungen

Angst, die Arbeit oder die
Aufgaben oder die gestellten
Anforderungen nicht zu schaffen
oder den Herausforderungen nicht
gewachsen zu sein
Die subjektive
Bedeutung des Ziels
Ansprüche an die eigene Person
„Ich sollte" – Perfektionismus etc .
Ausmaß der Selbstverurteilung
und Minderwertigkeitsgefühle
Angst,
angst
Zukunfts-
Erwartung von negativen äußeren
und inneren Konsequenzen (Unterdrückter) Groll in-
folge dieser Hilflosigkeit
Bewertung dieser
Konsequenzen als Katastrophe Hilflosigkeit gegenüber
den Stresssymptomen
Angst vor dieser
bedrohlichen Katastrophe Verminderte
Leistungsfähigkeit
Hilflosigkeit, erlebte und
erwartete Unwirksamkeit
Resignation, Rückzug
Gestresster
Mensch
Vegetatives
Nervensystem
Angst vor Kontrollverlust, • Sympathisches
Vernichtungsangst
Unterdrückter Groll • Parasympathi-
sches
→ Anspannung
Groll als Selbstent-
wertung: Versagen,
Selbstwertverlust
Groll / Abneigung ge-
gen Schüler / Kunden
/ Kollegen /.Gefahr
Adrenalin, Cortisol
Herzfrequenz,
Blutdruck,
Muskeltonus

 

6 Praxis des Gesundheitstrainings

Während der Treffen werden in der Gruppe und in Part-
nerarbeit Stress-reduzierende und Gesundheits-stärkende Übungen
durchgeführt. Darüber hinaus gibt es Zeit zum Erfahrungs-Austausch. Ei-
nen großen Teil der Übungen werden die Teilnehmer nach einiger Zeit
auch zuhause durchführen können, dadurch wird der Effekt verstärkt und
vor allem: die Wirksamkeit reicht über das Gesundheits-
Training weit hinaus.


Im Folgenden die wichtigsten Übungen des Gesundheits-Trainings:


7.1. Bewusstheitsübung


Die Bewusstheitsübung zählt zu den grundlegendsten und wirksamsten
Übungen des vorliegenden Gesundheitstrainings. Sie besteht aus vier
Schritten. Sie wird anfangs zu zweit, nach etwas Routine auch alleine
durchgeführt. Die Dauer der Übung beträgt 30 Minuten. Anfangs ist es
eine Partnerübung, es gibt den „Übenden“ und den „Begleiter“, wobei der
„Begleiter“ genauso übt, da er dadurch lernt, sich, wenn er die Be-
wusstheitsübung alleine macht, selbst gut begleiten zu können.
Die Übung beginnt mit der Frage an den Übenden: „Wessen bist du dir jetzt
bewusst?“ Der Übende wird unterstützt, alle inneren Phänomene, die Gedan-
ken und Bilder, die Körperempfindungen und die verschiedenen Schichten der
Gefühle ohne Absicht und ohne zu urteilen wahrzunehmen. Er wird daran un-
terstützt, die Körperempfindungen nicht nur wahrzunehmen, sondern auch zu
spüren, die Gefühle auch wirklich zu fühlen und zu erleben, wie Gefühle zuneh-
men können, um dann auszuklingen.
Die Bewusstheitsübung bewirkt immense Stress-Reduzierung, innere Lö-
sung, Entspannung und Zentrierung. Bei regelmäßiger Übung wird diese
absichtslose, freie Wahrnehmung zur inneren gewohnheitsmäßigen Hal-
tung, es geschieht ein natürliches Gewahrsein und gleichzeitig ein Fühlen,
man verweilt leichter in seiner inneren Mitte und kann ganz und gar le-
bendig sein. Durch die Gleichzeitigkeit von Entspannung und fühlen
wächst die Affekttoleranz immer mehr, Gefühle verlieren ihre Bedroh-
lichkeit und die negative Wirkung auf das vegetative Nervensystem, die
dann auftritt, wenn Gefühle chronisch verdrängt werden.
Die Stress-reduzierende Wirkung und die positiven Effekte auf Herztätig-
keit und Kreislauf wurden bereits wissenschaftlich belegt. (Patricia
Lüning-Klemm 2014; dieselbe 2015)


7.2. Tonübung


Die von Dipl.-Psych. Christian Meyer entwickelte Tonübung fördert die
emotionale Kompetenz, das ist die Fähigkeit, Gefühle ganz fühlen zu kön-
nen, ohne das Gefühl auszuagieren, sodass sich ein Gefühl vollständig und
auf einer tieferen Ebene lösen kann. Die Verdrängung von Gefühlen in-
folge der Angst vor der Unaushaltbarkeit ist der wesentlichste pathogene
Faktor.
Die Übenden sind eingeladen, einen Ton zu finden, der nur das Ausatmen be-
gleitet, sobald das natürliche Ausatmen endet, endet auch der Ton. Es ist ein
nach innen gerichtetes Tönen, das den Atem und die Muskulatur des Körpers
löst. Praktisch kann diese präventive, heilende und rehabilitative Übung im
Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt werden. Der Ton soll während des
Ausatmens mehr wie von selbst geschehen als dass er absichtlich gemacht wird.
Von vielen Fachleuten wird die Entwicklung der emotionalen Kompetenz
9gefordert, auch das Achtsamkeits-Training benennt dies, aber überall
fehlt es an konkreten Übungen, die diese emotionale Kompetenz entwickeln,
es bleibt beim sicherlich auch notwendigen mentalen Verstehen der Ge-
fühle. Diese „Tonübung“ schließt diese Lücke und bewirkt dauerhafte in-
nere Lockerung, in dem Gefühle wirklich lösend ausgefühlt werden und
nicht im Körperlichen „stecken bleiben“.


7.3. Körperbewusstheitsübung


In der Körperbewusstheitsübung wird der Übende darin unterstützt, seinen
Körper, den eigenen Atem und die unterschiedlichen inneren Bewegungen und
Körperempfindungen ganz bewusst zu spüren. Die Aufmerksamkeit richtet
sich jeweils auf eine bestimmte Stelle im Körper, in der Druck, Anspannung,
Schmerz, besonders viel Bewegung oder auch Taubheit zu spüren ist. Es geht
darum, mit seiner ganzen Aufmerksamkeit diese Stelle wahrzunehmen ohne
etwas zu tun; die Körperempfindungen zu spüren und zu beobachten, was sich
ohne eigenes Zutun an dieser Stelle vielleicht verändert; alles wahrzunehmen
ohne auftauchenden Impulsen nachzugehen.
Diese Übung hat große Ähnlichkeit mit der zentralen Wahrnehmungsü-
bung des Achtsamkeits-Trainings, ist aber wesentlich älter und stammt
schon aus der humanistischen Psychotherapie der Siebziger Jahre.
Diese Übung kann zeitlich sehr flexibel eingesetzt werden kann – man
kann sich 15-20 Minuten in sie vertiefen, sie in der Mittagspause für 5 Mi-
nuten durchführen oder sie zwischendurch für nur 30 Sekunden machen.


7.4. Polaritäts-Übung


In der Polaritätsarbeit wird mit inneren Konflikten gearbeitet, etwa:
• Ich hätte gerne eine neue Wohnung
Die neue Wohnung ist viel zu teuer
• Ich möchte eine andere Arbeit
Aber ich brauche die Sicherheit
• Ich würde gerne das machen
Aber das macht mir so viel Angst, dass ich
es lieber lasse


Anfänglich entsteht ein gedankliches Hin- und Her zwischen den beiden
Alternativen, der Polarität. Dann wird den Gefühlen Raum gegeben, die
vorher wegen der Angst vor der Unaushaltbarkeit nicht wahrgenommen,
sondern zusammen mit dem tieferen Dialog verdrängt wurden. Es zeigt
sich, dass Denken und Fühlen kein Gegensatz sind, sowohl Gefühle kön-
nen zugelassen werden, als auch das „zu-Ende-Denken“.
Diese Übung geht auf den deutsch-amerikanischen Gestalttherapeuten
Dr. phil. Leland Johnson zurück und wird seit Jahrzehnten von vielen Psy-
chotherapeuten und auch in psychosomatischen Kliniken erfolgreich an-
gewendet. Man wird angeleitet, sich in beide inneren Positionen abwech-
selnd vollständig hinein zu versetzen und sie – auf zwei
gegenüberliegenden Stühlen – in einer Ich-Form und einer Du-Form zu-
einander sprechen zu lassen. Nach dem längeren Dialog, in dem manch-
mal sofort eine Lösung entstehen kann, in dem aber immer die tieferen
Gefühle Raum gefunden haben, wechselt man auf eine dritte Position, be-
trachtet den Konflikt und die vielleicht gefundene Lösung aus einer ge-
wissen Distanz, aus einem weiteren Blickwinkel. Die Wahrnehmung aus
der größeren Distanz wird auf einer vierten und fünften Position erwei-
tert. Wenn man die Übung mehrfach, unterstützt von einem erfahrenen
Begleiter durchgeführt hat, ist es auch möglich. sie in einer reduzierten
Form mithilfe von Arbeitsblättern alleine zu praktizieren (siehe dazu:
Christian Meyer Ein Kurs in wahrem Loslassen [2016]).


7.5. Schmelzatmen-Arbeit


Die ebenfalls von Dr. phil. Leland Johnson entwickelte und seit 40 Jahren
bewährte Schmelzatemarbeit basiert auf folgendem Prinzip: Körperliche
Verspannungen entstehen aufgrund emotionaler Verdrängung und wer-
den verstärkt durch einen Teufelskreis von Erwartungen sowie durch ei-
nen fast automatischen Reflex: Wenn der Mensch einen Schmerz oder
eine Anspannung spürt, entsteht eine nahezu automatische Reaktion des
Dagegenhaltens und der zusätzlichen Anspannung es kommt also zum
11gänzlich kontraproduktiven Versuch, sich vor dem Schmerz und der An-
spannung zu schützen. Alle Physiotherapeut*Innen und Ärzt*Innen ken-
nen das: Es gibt einen vergleichsweise geringen Ursprungs-Schmerz, und
um sich davor zu „schützen“, verspannt sich der Mensch dermaßen, dass
sich der Schmerz vervielfacht, entwickelt eine „Schonhaltung“. Dieser
kontraproduktive Reflex tritt ja oft sogar dann auf, wenn der Kranken-
gymnast durch Massage die Muskeln eigentlich lockern und lösen will.
Praktisch geht diese heilende Methode so: Man stellt sich, während man den
Atem ruhig und zentriert fließen lässt, vor, dass beim Einatmen – durch die
Nase oder den Mund – der Atem zu der Stelle der Anspannung fließt und die
Anspannung schmilzt, während beim Ausatmen – durch den Mund, teilweise
verbunden mit einem lösenden Ton – die gelöste und geschmolzene Anspan-
nung wegfließt. Um sich der Anspannungen und ihrer Veränderungen deutli-
cher bewusst zu werden, kann durch den Begleiter ein mäßig intensiver Druck
auf angespannte Körperstellen ausgeübt werden. (Wenn man alleine übt, hel-
fen Massagebälle und Faszien-Rollen.) Der Begleiter kann diesen Prozess mit
Worten unterstützen:
„Stell dir vor, dass der Atem beim Einatmen die Anspannung schmilzt, wie
morgens der sanfte Wind den Nebel auflöst oder die Frühlingssonne Schnee
und Eis zum Schmelzen bringt. Nach dem Einatmen atme durch den geöffne-
ten Mund aus und lass dabei die gelöste und geschmolzene Anspannung weg-
fließen. Mit jedem Atemzug. Einatmen – schmelzen... Ausatmen – wegfließen
lassen.....“
Der Schmelz-Atem kann jeweils so angepasst werden, dass sich der Ent-
spannungseffekt maximiert, da ein natürliches Bio-Feedback entsteht:
Wegen des konstanten Druckes kann ganz genau wahrgenommen wer-
den, welcher Atemzug die Anspannung reduziert und bei welcher Art von
Atemzügen diese Reduktion größer wird. Dadurch entwickelt sich sowohl
die Fähigkeit des lösenden Atems, als auch die Fähigkeit, sich in den
Druck und in den Schmerz hinein entspannen zu können. Wenn sich die
Verspannungen lösen, können die zugrunde liegenden Gefühle an die
12Oberfläche kommen, deren Verdrängung ja die Ursache für die Anspan-
nungen ist. Deshalb ist das Lösen der Gefühle ein integraler Bestandteil
dieser Schmelzatem-Arbeit. Die Übung wird anfangs auf 5 bis 8 Minuten,
mit einer anschließenden Entspannungsphase von 3 bis 4 Minuten be-
schränkt und wird im Gesamtverlauf der Trainingsperiode verlängert.
Aufgrund der Wichtigkeit seien drei Effekte dieser außerordentlich wert-
vollen Übung noch einmal genannt:
• Der extrem leidvolle Reflex des quasi automatischen Dagegenhaltens
und Anspannens löst sich auf, zu Gunsten der Fähigkeit, sich in einen
Druck und unvermeidlichen Schmerz hinein zu entspannen, sodass
dieser sich lösen kann. Diese neue Haltung erweitert sich auch auf see-
lisch schmerzhafte Gefühle, wie Schmerz und Trauer.
• Die konkrete Lösung von Körperverspannungen ist das eine Ziel; die
langfristige Veränderung der inneren Haltung allerdings verbessert die
gesamte gesundheitliche Situation des Betreffenden, verringert Stress,
stärkt das Immunsystem, löst auch langfristige körperliche Verspan-
nungen und ist ein wesentliches Element der oftmals so schwierigen
Therapie chronischer Schmerzen.
• Diese positiven gesundheitlichen Effekte werden dadurch ermöglicht
und gefördert, dass der Patient, die Patientin, lernen, dass sie von innen
heraus selbst die Verspannungen lösen und die Schmerzen mindern kön-
nen, und nicht auf ein äußeres „behandelt werden“ beschränkt sind.
Und: Diese neue gewonnene Haltung erleichtert und verstärkt jede kran-
kengymnastische Behandlung.


7.6. Bewegungsübung


In der Bewegungsübung werden dem Körper Bewegungen erlaubt, die
sich ohne ein aktives Tun von alleine einstellen. Es geht darum, sich den
Bewegungen zu überlassen, es geht um ein Geschehenlassen.
Die Übung beginnt in der Regel im Stehen. Anders als im Yoga oder Tai-Chi
geht es nicht um vorgegebene Bewegungen und Haltungen, sondern um ganz
individuelle Bewegungen. Diese Bewegungsübung entstammt einer alten dao-
istischen Schule, deren Überlegung folgende ist: Wenn schon die vorgegebenen
Bewegungen des Chi-Gong oder Tai-Chi so überaus wirksam für Körper und
Geist sind, um wieviel wirksamer sind dann die Bewegungen, die sich der Kör-
per selbst sucht.
Die Übung dauert ca. 20 oder auch 30 Minuten. Danach nimmt man sich
noch zehn Minuten Zeit im Liegen, in der nichts getan wird und der Kör-
per ganz still wird, aber die ganze innere Bewegtheit und Bewegung, das
Strömen und Vibrieren der Energie, sowie noch vorhandene innere Zu-
ckungen können weiterhin gespürt und geschehen lassen werden.

 


Ich würde mich freuen, wenn Ihnen mein Angebot gefällt und sich eine
Zusammenarbeit ergibt. Ich bin davon überzeugt, dass die TeilnehmerInnen

sehr davon profitieren werden. Genauso, wie ich es bei meinen Einzelklienten täglich erfahre.


Die Grundlagen, die hier angeführten und weitere produktive Übungen
sind dargestellt in:

Christian Meyer Ein Kurs in wahrem Loslassen. Durch das Tor des Fühlens
zu innerer Freiheit. Arkana Verlag.

Umgang mit den psychischen Folgen von Corona
Termine