mehr lesenPaartherapieTraumatherapieBewusstheitsgruppeBewusstheitsgruppe nach Christian Meyer
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Stressbewältigung – Stressresilienz – Selbstregulation

Stressbewältigung

 

Auf eine belastende Situation stellt sich der Körper durch eine Aktivierung der verfügbaren Energiereserven ein. Das Herz schlägt schneller, Blutdruck und Blutzuckerspiegel steigen. Alle Funktionen, die nicht zum Überleben notwendig sind, fährt der Körper vorübergehend herunter: Z.B. die Verdauung verlangsamt sich, der Blutgerinnungsfaktor nimmt zu. Evolutionsbiologisch geht es um Leben oder Tod und der Körper bereitet sich auf einen bevorstehenden Kampf oder Flucht vor.

 

Folgt auf eine kurze Stressphase eine entsprechend ausgiebige Erholungs- und Regenerationsphase, ist alles in Ordnung. Bei anhaltendem Stress ohne geeignete Erholungsphasen, schaltet der Körper auf Daueralarm mit gesundheitsschädlichen Konsequenzen.

Neben objektiven Stressoren spielen subjektive Stressverstärker, das sind persönliche Einstellungen, innere Überzeugungen und persönliche Haltungen, für das eigene Stressempfinden eine entscheidende Rolle.

 

Stressresilienz

 

Ganz allgemein betrachtet ist Resilienz die Fähigkeit von Menschen, auf wechselnde Lebenssituationen und Anforderungen in sich ändernder Situationen flexibel und angemessen zu reagieren und schwierige, frustrierende und stressreiche Situationen ohne psychische Folgeschäden zu meistern. Die erforderliche Widerstandskraft, um belastende Situationen zu bewältigen, kann aufgebaut werden.

 

Selbstregulation

 

Der Organismus reguliert automatisch alle notwendigen Prozesse. Auch in belastenden Situationen. Wenn die Selbstregulation beeinträchtigt ist, steht man quasi permanent unter Strom, es existiert eine Grund Aktivierung und dauerhafte Anspannung. Die Fähigkeit „stressige“ Situationen auszuhalten nimmt ab. Bereits „Kleinigkeiten“ werden als zunehmend belastbar erlebt. Der persönliche Handlungsspielraum wird stark eingeschränkt.

 

Allerdings kann die beeinträchtigte Fähigkeit zur Selbstregulation gestärkt und erweitert werden.

 

Umgekehrt erlaubt eine intakte Selbstregulation dem Menschen seine Gedanken, seine Körperempfindungen und seine Gefühle in jeder Situation vollständig wahrzunehmen und zu erleben ohne damit etwas zu tun. Er kann z.B. Wut fühlen ohne sie zu unterdrücken und ohne den Impuls jemand schlagen zu wollen, nachzugeben.

Umgang mit den psychischen Folgen von Corona
Termine